| Versicherungen & Makler | |||||||||||||||
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Versicherungen in einer Volkswirtschaft (AC/2011)Die ersten Versicherungen waren die sogenannten Brandkassen, zu denen sich Bauern, Handwerker, Gilden und ähnliches zusammenschlossen. Jeder zahlte einen Betrag ein, aus dem Unterstützung erfolgte, wenn beispielsweise ein Hof, eine Werkstatt oder ein Gebäude abbrannte.Diese Urform der Versicherung erweiterte sich im Laufe der Zeit auf unterschiedlichste Formen und Objekte. Heute existiert fast nichts mehr, was nicht irgendwie oder irgendwo versicherbar wäre. Unterscheiden muss man zwischen den gesetzlichen Sozialversicherungen, die dem Solidaritätsprinzip folgen. Dies meint, dass alle der gleichen Bemessungsgrundlage folgen, was den Beitrag angeht. Anders sieht es in der privaten Versicherungswirtschaft aus. Dort wird der Beitrag von der Höhe des Risikos bestimmt, welches versichert werden soll. Man spricht vom Individualprinzip. Versicherungen sind volkswirtschaftlich deswegen bedeutsam, da sie dem Werterhalt von Gütern, Dienstleistungen und anderen Vermögenswerten dienen, die ansonsten im Schadenfall verloren gehen würden. Dies kann ein Haus, ein Auto aber auch das Leben oder die Gesundheit des Erwerbstätigen einer Familie sein. Die zweite große Bedeutung der Versicherungen sind die Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Versicherer treten hier als Anleger, Geldgeber und Nachfrager z.B. in Bezug auf Immobilien auf. Zudem sind Versicherer Arbeitgeber und Auftraggeber gerade in Richtung mittelständischer Unternehmen wie Handwerker, Gebäudereiniger, Sachverständiger, etc. Viele Risiken sind jedoch so hoch, dass ein Versicherer alleine das Risiko nicht tragen kann. In diesem Zusammenhang möge man nur einmal an den neuen Wolkenkratzer in Dubai denken. Solch Milliarden Objekte werden in der Regel von einem Konsortium von Versicherern in Deckung genommen. Hier erfolgen Kooperationen auf internationaler Ebene mit den entsprechenden Finanztransaktionen. Das Versicherungsgeschäft erstreckt sich mithin über die Grenzen von Ländern hinweg und ist der internationalen Kooperation zwischen Staaten dienlich. Feststellbar ist auch, dass Globalisierung und Zentralisierung im Versicherungssektor Einzug gehalten haben. Manch früherer klassischer Versicherer ist heute ein Grosskonzern in der Finanzdienstleistungsbranche. Hierbei ist vermehrt feststellbar, dass Versicherungen Banken "übernehmen" oder strategische Kooperationen zwischen Versicherungen und Banken eingegangen werden. Dies führt auch dazu, dass neue Finanzkonzepte entstehen, die dem Kunden sehr gute Anlagemöglichkeiten bieten. Diese Konzentration im Bereich der Finanzdienstleister birgt im Gegenzug jedoch den Nachteil, dass Rationalisierung zum Verlustvon Arbeitsplätzen führt. Eine negative Kehrseite dieser Medallie. Zum Schluss sollte noch erwähnt werden, dass Versicherungskonzerne Trendsetter für andere Unternehmen sind. Viele Versicherer schafften und schaffen Einrichtungen für ihre Mitarbeiter, die dem Erhalt der Arbeitskraft dienlich sind (Betriebssportgemeinschaften, Therapieangebote, etc.). Versicherungen nehmen somit in vielerlei Hinsicht eine sehr zentrale und wichtige Rolle in einer Volkswirtschaft ein. Damit leisten sie einen sehr großen Dienst an der Gesellschaft.
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